Abschlussbericht ALUMINIUM 2026: Industrie zeigt sich innovationsstark und entschlossen
© ALUMINIUM / Neverdaless
Bar ohne Namen
Entschlossen verweigert sich Savage, der Bar einen Namen zu geben. Stattdessen sind drei klassische Design-Symbole das Logo der Trinkstätte in Dalston: ein gelbes Quadrat, ein rotes Viereck, ein blauer Kreis. Am meisten wurmt den sympathischen Franzosen dabei, dass es kein Gelbes-Dreieck-Emoji gibt. Das erschwert auf komische Weise die Kommunikation. Der Instagram Account lautet: a_bar_with_shapes-for_a_name und anderenorts tauchen die Begriffe ‘Savage Bar’ oder eben ‚Bauhaus Bar‘ auf.
Für den BCB bringt Savage nun sein Barkonzept mit und mixt für uns mit Unterstützung von Russian Standard Vodka an der perfekten Bar dazu.
Wegweisende Ideen für eine Branche im Wandel
Die ALUMINIUM 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, mit welcher Innovationskraft und Entschlossenheit die Aluminiumindustrie aktuellen Herausforderungen begegnet. Vom 6. bis 8. Oktober 2026 kamen dafür mehr als 800 Aussteller und Partner aus 55 Ländern sowie 21,115 Fachbesucher aus 105 Ländern in Düsseldorf zusammen. In Zeiten großer Veränderungen zeigte die hohe internationale Beteiligung einmal mehr, wie wichtig Zusammenarbeit und Austausch über Länder- und Unternehmensgrenzen hinweg sind.
Auf 80.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche präsentierten Unternehmen und Branchenvertreter aus der gesamten Wertschöpfungskette neue Produkte, Technologien und Lösungen. Begleitet wurde die Veranstaltung von einem umfangreichen Konferenzprogramm sowie neuen Formaten wie den erstmals verliehenen ALUMINIUM Innovation Awards. Die Kombination aus Ausstellung, Fachprogramm und persönlichem Austausch machte die ALUMINIUM 2026 erneut zum wichtigsten Treffpunkt der globalen Aluminiumindustrie.
Patrick Herman, Event Director der ALUMINIUM beim Veranstalter RX Global, zog ein positives Fazit: „Die ALUMINIUM 2026 war ein voller Erfolg. Es war beeindruckend, mit welcher Energie und welcher Entschlossenheit, die globale Aluminiumindustrie zusammengekommen ist. Überall auf dem Messegelände entstanden gehaltvolle Gespräche und wertvolle Verbindungen. Die Impulse dieser drei Tage werden weit über Düsseldorf und die Messe hinausreichen – durch die Partnerschaften, Investitionen und Innovationen, die daraus entstehen.“
Eine Branche im Wandel braucht den Dialog
Energie- und Rohstoffsicherheit, wachsender internationaler Wettbewerbsdruck, neue regulatorische Rahmenbedingungen wie CBAM, der Aufbau einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft und der Fachkräftemangel: Die Aluminiumindustrie bewegt sich weltweit in einem zunehmend anspruchsvollem Umfeld. Gleichzeitig gewinnt der Werkstoff durch Elektrifizierung, Energiewende und digitale Infrastruktur weiter an strategischer Bedeutung.
Die ALUMINIUM zeigte vor diesem Hintergrund, wie wichtig internationaler Austausch und Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette sind und machte sichtbar, welche Fortschritte die Branche bereits bei effizienteren Produktionsverfahren, neuen Legierungen, digitalen Anwendungen und modernen Recyclinglösungen erzielt hat.
Für Paul Voss, Director General bei European Aluminium, liegt genau hier einer der größten Werte der Veranstaltung: „In einer Zeit, in der die Aluminiumindustrie vor erheblichen Herausforderungen steht, war es ermutigend zu sehen, wie viele Unternehmen und Branchenexperten aus aller Welt auf der ALUMINIUM 2026 zusammengekommen sind”, erläutert er. “Die Messe erinnert an die Stärke unserer Branche, an die Expertise dahinter und an die Innovationskraft, die trotz eines schwierigen Umfelds weiterbesteht. Sie bietet zudem die Gelegenheit, die wichtigen Gespräche zu führen, Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen. European Aluminium ist stolz darauf, offizieller Partner einer Veranstaltung zu sein, die unsere Branche in dieser Größenordnung zusammenbringt."
Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, bezeichnete die ALUMINIUM Messe in der Eröffnungszeremonie als „globales Schaufenster für industrielle Wertschöpfung, Klimaschutz und technologische Souveränität“. Chancen für die europäische Industrie sieht sie insbesondere in einer stärkeren Kreislaufwirtschaft und im dynamischen Ausbau erneuerbarer Energien. Entscheidend sei, diese Transformation gemeinsam zu gestalten: „Ich traue Europa eine gute Zukunft zu. Aber die erfordert eben, dass Politik und Industrie sich auf ein gemeinsames Ziel verständigen und dieses Ziel auf einem ideologiefreien Weg so geschlossen und einig wie möglich beschreiten.“
Die Themen, die die Branche bewegen
Auf den beiden Konferenzbühnen der ALUMINIUM 2026 standen genau die Fragen im Mittelpunkt, die die Branche am meisten bewegen.
Strategisches Wissen für Entscheider bot die ALUMINIUM Conference, die gemeinsam mit Aluminium Deutschland organisiert wurde. Zu den Höhepunkten gehörten Arctials Pläne für eine mit fossilfrei erzeugtem Strom betriebene Aluminiumhütte in Finnland und eine Diskussionsrunde mit Novelis und Constellium über die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie. Formel-1-Stratege Neil Martin zeigte zudem welche Erkenntnisse sich aus datenbasierten Entscheidungen im Rennsport für Unternehmen gewinnen lassen.
Auch die Sustainability & Recycling Conference, gemeinsam organisiert mit dem Marktanalysten CRU, setzte wichtige Impulse. Themen wie Circular Economy, Transparenz entlang der Lieferkette, Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) und nachhaltige Produktionsprozesse bestimmten die Debatten.
Die zahlreichen Vorträge, Panels und Diskussionen machten deutlich, dass die Aluminiumindustrie den Wandel nicht nur begleitet, sondern aktiv mitgestaltet. Sichtbar wurde dies nicht zuletzt auch bei den beiden Auszeichnungen, die herausragende Menschen und Innovationen der Branche ins Rampenlicht rückten.
Auszeichnungen für Innovationen und Engagement
Nach ihrer erfolgreichen Premiere im Jahr 2024 wurden erneut die Women with Metal Awards verliehen. Die Auszeichnungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Branche: Sie stehen für Anerkennung und Chancengerechtigkeit und würdigen Frauen, die die Aluminiumindustrie mit Fachwissen, Engagement und Führungsstärke prägen. Gleichzeitig zeichnen sie Unternehmen aus, die sich aktiv für die Förderung von Frauen einsetzen. Mehr als 70 Nominierungen aus aller Welt unterstrichen die internationale Bedeutung der Initiative.
Mit den ALUMINIUM Innovation Awards schuf die Weltleitmesse zudem erstmals eine Bühne für die herausragendsten Innovationstreiber der Branche. Die neue Auszeichnung richtete den Fokus auf technologische Entwicklungen in den Bereichen Sustainable & Low-Carbon Manufacturing, Technology & Product Innovation sowie Smart Manufacturing, Automation & Connectivity. Mehr als 70 Einreichungen und über 9.700 Stimmen im öffentlichen Voting machten die Premiere auf Anhieb zu einem der aufmerksamkeitsstärksten Programmpunkte der Messe und verdeutlichten eindrucksvoll das Innovationspotenzial der globalen Aluminiumindustrie.
Beide Awards machten sichtbar, was die Branche entscheidend prägt: den Mut zu neuen Ideen, technologische Exzellenz und die Menschen, die beides mit ihrer Arbeit vorantreiben.
Internationale Bühne für die Technologien von morgen
Das Ausstellungsportfolio der ALUMINIUM 2026 reichte von Primärproduktion und Halbzeugen über Anlagenbau und Oberflächentechnik bis zu Software und Recycling. Themenpavillons bündelten Fachwissen zu Gießereitechnik, Primärproduktion, Oberflächenbehandlung und Magnesium. Die Sustainability & Recycling Area bot Raum, um Lösungen für Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft zu vergleichen.
Wie die Messe konkreten Projekten eine internationale Bühne bietet, zeigte unter anderem die SMS group mit zwei Beispielen: Eine gemeinsam mit Golden Aluminum entwickelte kompakte Bandgießanlage verarbeitet Aluminiumschmelze mit hohem Recyclinganteil direkt zu warmgewalzten Coils. Eine mit ASAŞ realisierte Strangpressanlage mit 150 Meganewton Presskraft ermöglicht die Fertigung besonders großer Aluminiumprofile.
Weitere Aussteller kündigten Neuheiten für Düsseldorf an: Briganto die Weltpremiere einer Säge zur Weiterverarbeitung von Reststücken und IMA Schelling die erstmalige Präsentation einer automatisierten Ablängsäge für Profile. Fill zeigte ein neues Bearbeitungszentrum erstmals auf der ALUMINIUM im Livebetrieb. ALIT Technologies stellte erstmals ein Modul vor, das Chemikalien direkt an der Vorbehandlungslinie bereithält.
Auch große Aluminiumproduzenten nutzten die Messe, um ihre Entwicklungen vorzustellen: Trimet informierte über eine neue Anlage zur automatisierten Schrottsortierung, Hydro über eine Legierung für effizienteres Strangpressen und Technologien zur Verarbeitung von Altschrott. Speira rückte einen digitalen Produktpass in den Mittelpunkt, der verifizierte Daten zu Aluminiumcoils verfügbar macht.
Der Treffpunkt der globalen Aluminiumindustrie
Für viele Unternehmen ist die Messe die wichtigste Gelegenheit, Kunden, Partner, Zulieferer und Branchenkollegen aus aller Welt zusammenzubringen. Zahlreiche Aussteller betonten die besondere Bedeutung persönlicher Begegnungen für den Aufbau neuer Geschäftsbeziehungen, die Vertiefung bestehender Partnerschaften und die gemeinsame Entwicklung neuer Ideen.
Die internationale Reichweite der Veranstaltung war dabei ein entscheidender Faktor. Zu den stärksten Ausstellernationen gehörten Deutschland, Spanien, Türkei, Frankreich, UK, Indien, Italien, China, USA und Taiwan, während die größten Besuchergruppen aus Deutschland, Österreich, Tschechien, China, Schweiz, Belgien, UAE, Bulgarien, Kanada und USA nach Düsseldorf reisten. Für Aussteller und Besucher bot die ALUMINIUM damit eine einzigartige Plattform, um wichtige Märkte, Kunden und Partner aus allen relevanten Regionen der Welt zusammenzubringen.
„Die ALUMINIUM ist für uns bei Speira die wichtigste Messe und der Ort, an dem wir unsere Kunden und Partner, die gesamte Lieferkette, treffen. Wir können Ideen austauschen, und unsere Kunden können direkt mit unseren Experten sprechen", erklärt Mareike Asma, Marketing-Managerin bei Speira. Sie ergänzt: „Wir sind eine Industrie, wir arbeiten zusammen, und wir haben wirklich wichtige Themen in dieser Branche – zum Beispiel Dekarbonisierung, Nachhaltigkeit und Transparenz."
Auch Henning Flaig, Vice President Business Development & Commercial Excellence Extrusion Europe bei Hydro Extrusions, hob den Wert persönlicher Begegnungen hervor: „Es ist ein sehr wichtiger Treffpunkt und Marktplatz für den Sektor. Es ist die größte Veranstaltung ihrer Art in Europa und in den vergangenen Jahren zunehmend internationaler geworden. Beziehungen aufzubauen gelingt nicht über Teams. Es ist einfacher, neue Ideen zu entwickeln, wenn Menschen zusammenkommen und Themen von Angesicht zu Angesicht diskutieren."
Die SMS group GmbH nutzte die Messe gezielt für Benchmarking und Innovationsgespräche. „Es ist für uns sehr wichtig, weil wir jeden in der Branche treffen", sagte Susanne Döpp, Vice President bei SMS group GmbH. „Wir hatten bereits sehr detaillierte Gespräche am Stand, die direkt die Herausforderungen unserer Kunden aufgegriffen haben. Genau dafür ist die Messe da."
Für Derin Akersoy, Marketing and Corporate Communications Manager bei Assan Alüminyum, bringt die Veranstaltung ihren Kern auf den Punkt: „Die ALUMINIUM ist der globale Treffpunkt der Aluminiumindustrie. Alle Stakeholder sind hier, die Lieferanten sind hier, die Kunden sind hier. Das ist definitiv ein Schritt nach vorn beim Aufbau der Zukunft dieser Branche."
Gemeinsam die Zukunft gestalten
Die ALUMINIUM 2026 hat gezeigt, dass die Aluminiumindustrie ihre Herausforderungen nicht nur analysiert, sondern aktiv an Lösungen arbeitet. Innovationen, Investitionen und neue Partnerschaften waren in Düsseldorf ebenso präsent wie die Bereitschaft, Wissen zu teilen und voneinander zu lernen.
„ALUMINIUM 2026 hat den perfekten Rahmen geboten, um Ideen auszutauschen, Expertise zu teilen und Verbindungen zu stärken. Die Messe hat erneut gezeigt, wie innovativ und zukunftsgerichtet unsere globale Branche ist", so Angelika El-Noshokaty, Director General bei Aluminium Deutschland. „Mein herzlicher Dank gilt allen Ausstellenden, die den Weg nach Deutschland gefunden und diese Ausgabe zu einem solchen Erfolg gemacht haben. Ich freue mich bereits auf die ALUMINIUM 2028 und darauf, diese inspirierenden Gespräche fortzusetzen."
Mit ihrer Kombination aus Ausstellung, Konferenzen, Networking und Branchendialog bestätigte die ALUMINIUM 2026 erneut ihre Rolle als wichtigste internationale Plattform der Aluminiumindustrie.
Die nächste ALUMINIUM findet vom 26.-28. September 2028 in Düsseldorf statt.
Herausgegeben von:
ALUMINIUM Pressebüro, RX
E-Mail: service.aluminium@rxglobal.com
Hinweise für die Redaktion:
Über die ALUMINIUM
Die ALUMINIUM ist die Weltleitmesse der Aluminiumindustrie. Alle zwei Jahre bringt sie die führenden Akteure der Branche in Düsseldorf zusammen und schafft mit einem hochkarätigen Messe- und Konferenzprogramm neuen Raum für Austausch, Innovation und Geschäftschancen. Die nächste Ausgabe findet vom 6. bis 8. Oktober 2026 statt – mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Recycling, Kreislaufwirtschaft und technologischer Wandel. Die ALUMINIUM ist die Leitmesse einer globalen RX-Eventserie für den Aluminiumsektor. Dazu gehören die ALUMINIUM USA in Louisville, die ALUMINIUM China in Shanghai und die neue ALUMINIUM Arabia in Riad. www.aluminium-exhibition.com
Über RX
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