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Wie die Aluminiumindustrie bis 2050 ihre Emissionen um 80 Prozent reduzieren kann

31.03.2021
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Um langfristig die CO2-Emissionen zu reduzieren und gleichzeitig die steigende Nachfrage zu befriedigen, muss die Aluminiumindustrie in Produktionstechnologien und in die Prozesskette investieren. Das International Aluminium Institute (IAI) zeigt in seinem aktuellen Bericht drei Ansätze auf.

In seinem Bericht „Aluminium Sector Greenhouse Gas Pathways to 2050“ zeigt das IAI drei Wege zur Emissionsreduzierung für die Aluminiumindustrie auf. Das Ziel: In den nächsten drei Jahrzehnten sollen die CO2-Emissionen um etwa 80 % sinken.

Gleichzeitig sagt das IAI eine steigende Nachfrage nach Aluminiumprodukten voraus: In den kommenden Jahrzehnten werde die weltweite Nachfrage nach Primäraluminium um bis zu 40 % steigen, die Menge des recycelten Aluminiums sich bis 2050 sogar mehr als verdreifachen.

In den vergangenen zwei Jahren hat eine Arbeitsgruppe aus IAI-Mitgliedsunternehmen und regionalen Verbänden daran gearbeitet, Wege zur Erreichung der globalen Klimaziele zu formulieren. Unter dem Titel „Aluminium Sector Greenhouse Gas Pathways to 2050“ stellt der nun vorliegende Bericht drei Wege vor:

1. Dekarbonisierung der Stromerzeugung

Mehr als 60 Prozent der 1,1 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen des Aluminiumsektors stammen aus der Erzeugung von Elektrizität, die während des Verhüttungsprozesses verbraucht wird. Eine dekarbonisierte Stromerzeugung und der Einsatz von Carbon Capture Utilisation and Storage (CCUS) bieten laut IAI die größte Möglichkeit, die Emissionen bis 2050 auf nahezu Null zu reduzieren.

2. Direkte Emissionen

Die Emissionen aus der Brennstoffverbrennung machen 15 % der Emissionen der Industrie aus. Hier bieten die Elektrifizierung, die Umstellung auf grünen Wasserstoff und CCUS (die Abscheidung von Kohlenstoffdioxid insbesondere aus Verbrennungs-Abgasen und dessen Verwendung bei weiteren chemischen Prozessen) die besten Ergebnisse. Die Prozessemissionen machen weitere 15 % aus und erfordern den Einsatz neuer Technologien. Diese Emissionen sowie die von Transport und Rohstoffen müssen bis 2050 um 50-60 % gegenüber einem Business-as-Usual (BAU)-Basisszenario reduziert werden.

3. Recycling und Ressourceneffizienz

Eine Erhöhung der Sammelquoten auf nahezu 100 % sowie weitere Fortschritte bei der Ressourceneffizienz bis 2050 würden den Bedarf an Primäraluminium um 20 % im Vergleich zum BAU-Szenario senken - was wiederum die Emissionen in diesem Bereich um weitere 300 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr reduzieren würde.

   

Zum vollständigen Bericht „Aluminium Sector Greenhouse Gas Pathways to 2050“ (PDF)

    

Weitere Informationen: www.world-aluminium.org

     


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