• 27. – 29. September 2022
  • Messegelände Düsseldorf

European Aluminium unterstützt Gas-Sparpläne der EU

28. Juli 2022
Düsseldorf

Gleichzeitig appelliert der Verband an die Mitgliedsstaaten, die Verordnung sorgfältig umzusetzen – und warnt eindringlich vor den Folgen von Versorgungsengpässen für die Industrie.

Bis zum kommenden Frühjahr sollen es minus 15 Prozent sein: Die Europäische Kommission hat ein neues Rechtsinstrument und einen europäischen Plan zur Senkung der Gasnachfrage vorgeschlagen, der Europa deutlich unabhängiger von russischem Gas machen soll. Der Vorstoß richtet sich ebenso an die Industrie wie an Behörden, Haushalte, Eigentümer öffentlicher Gebäude oder Energieversorger.

Das Papier der Kommission betont die Notwendigkeit, „alle Möglichkeiten der Substitution, nicht obligatorischer Einsparprogramme und der Nutzung alternativer Energiequellen“ auszuschöpfen, bevor es zu Kürzungen in der Gasversorgung kommt.

Warnung vor dramatischen Folgen

European Aluminium hat nun in einem Positionspapier den Plan der Kommission ausdrücklich begrüßt. „Im Vergleich zu anderen Rohstoffen und unseren internationalen Wettbewerbern ist die europäische Aluminiumindustrie von der anhaltenden Energiekrise besonders stark betroffen“, heißt es hier. „Als wesentliche Wertschöpfungskette für kritische Sektoren wie Medizin- und Lebensmittelverpackungen sowie Schlüsseltechnologien für die Ökologisierung des Stromnetzes ist es von größter Bedeutung, dass europäisches Aluminium unsere Wirtschaft weiterhin versorgen kann.“

Der Verband verweist darauf, dass der Wegfall der europäischen Produktionskapazitäten zwar bereits zu einem Rückgang der Stromnachfrage um 16 TWh/Jahr geführt habe – jede weitere Einschränkung jedoch dramatische Folgen hätte. „Ein abrupter Versorgungsengpass würde unsere Produktionsprozesse zum Stillstand bringen und zu einer irreparablen Zerstörung von Industrieanlagen führen.“

Appell an die Mitgliedsstaaten

Vor diesem Hintergrund fordert European Aluminium die Mitgliedstaaten auf, die neu verabschiedete Verordnung sorgfältig umzusetzen und bei der Überprüfung ihrer Notfallpläne einen ausgewogenen Ansatz zu wählen.

„Die Mitgliedstaaten müssen bedenken, dass eine Unterbrechung der Gasversorgung des Aluminiumsektors erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette, einschließlich der nachgelagerten Sektoren, hätte, die Gaseinsparungen jedoch relativ gering wären. Die technische Möglichkeit, die Produktion in einigen Betrieben zu unterbrechen, ist weitgehend begrenzt und hängt von der Größe und Konfiguration der Anlage ab. Jede Unterbrechung wird sich auf die Produktion auswirken und Welleneffekte in der gesamten Wertschöpfungskette nach sich ziehen.“

 

Die Aussendung der Europäischen Kommission

Das Positionspapier von European Aluminium