• 27. – 29. September 2022
  • Messegelände Düsseldorf

Partnerschaft für additive Fertigung

3. Mai 2022
Düsseldorf

Es ist ein Geschenk der besonderen Art: Die AMAG – Österreichs größter Aluminiumhersteller – schenkt der Technischen Universität in Graz eine hochmoderne Anlage für die additive Fertigung.

Der Kontakt der beiden Partner hat bereits Tradition: Mit AMAG components ist die AMAG vor eineinhalb Jahren in das Geschäft der Komponentenfertigung für Luft- und Raumfahrt eingestiegen. AMAG components beschäftigt sich mit der additiven Fertigung für Titanstrukturbauteile für die Luftfahrt – in der Forschung bis hin zu Demonstrationsteilen. Mit dem sogenannten WAAM-Verfahren – Wire-Arc-Additive-Manufacturing oder Drahtauftragsschweißen – werden Bauteile schichtweise aufgebaut und anschließend durch mechanische Bearbeitung in die finale Form gebracht.

Die TU Graz betreibt ein Labor für additive Fertigung, geleitet von Franz Haas, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Christof Sommitsch, Leiter des Instituts für Werkstoffkunde, Fügetechnik und Umformtechnik. Beide Professoren sind Mitglieder im wissenschaftlichen Beirat der AMAG, einem Gremium, das die AMAG in Fragen der F&E-Strategie und Projektauswahl berät und gleichzeitig ein Bindeglied zur universitären Forschung und Ausbildung ist.

 

Ein hochmodernes Werkzeug für die Ausbildung

Zur Stärkung der Kooperation und zur Förderung von Forschung und Ausbildung im Bereich der additiven Fertigung hat die AMAG der TU Graz nun eine hochmoderne Anlage aus dem Bestand der AMAG components in Übersee am Chiemsee geschenkt. Die Anlage mit einem Neuwert von rund 800.000 Euro wurde bei AMAG components zuletzt für die Forschung und die Fertigung von Demonstrationsteilen aus Titan genutzt.

Im universitären Umfeld sollen nun unter Einbeziehung der Expertisen der beiden beteiligten Institute Erkenntnisse zum Materialverhalten sowie zu den erzielbaren Eigenschaften der erzeugten Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen gewonnen werden (z.B. auch Aluminium). Den Studierenden steht damit ein hochmodernes industrielles Werkzeug für ihre Ausbildung zur Verfügung.

Franz Haas, Leiter des Institutes für Fertigungstechnik an der TU Graz, sieht darin „ein klares Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit und Leistungen. Der Zeitpunkt der Schenkung ist besonders passend, da wir an der TU Graz im Herbst eine große internationale Konferenz zum Thema additive Fertigung abhalten und dabei die neue Anlage auch präsentieren wollen.“

Die hochmoderne Anlage zur additiven Fertigung von Bauteilen aus Titan. © AMAG